Erdbeben werden zu einer immer größeren Gefahr

 

Erdbeben gehören zu den gefährlichsten Naturkatastrophen. Abgesehen von der großen Zerstörung und dem Leid, das sie in der betroffenen Region hinterlassen, können sie auch zu massiver Gefahr durch z.B. Beschädigung von Atomkraftwerken führen (siehe Japan).

Hundeführer aus Mitgliedsorganisationen der „K-9 – PRO-A“ sind immer in Alarmbereitschaft und damit bereit, mit ihren bestens ausgebildeten und international zertifizierten Hunden nach Opfern von Erdbeben oder Hauseinstürzen zu suchen!

 

Überblick über Erdbeben, die in den letzten Jahren in der Türkei stattgefunden haben:

 

Am 23.10.2011 bebte die Erde in der Osttürkei / Van. Das Beben der Stärke 7,2 forderte 6.000 Menschenleben und es gab zahlreiche Verletzte. Es betraf die Länder rund um die Ägäis (also Türkei und Griechenland). Dieses Beben ließ bei vielen Hundeführern wieder die Erinnerung an die beiden schweren Erdbeben von 1999 hochkommen.

 

Am 18.09.2013 kam es in der Osttürkei zu einem Erdbeben.  Diesmal lag das Epizentrum in 58 km Tiefe und die Stärke war „nur“ 6,0. Es fordert zum Glück keine Todesopfer.

 

Am 28.12.2013 bebte die Erde wieder in der Osttürkei. Diesmal lag das Epizentrum in 58 km Tiefe und die Stärke war „nur“ 6,0. Es fordert zum Glück keine Todesopfer.

 

Am 05.09.2014 kam es zu einem Erdbeben der Stärke 5,2 in der Bucht von Antalya, die bisher an und für sich als erdbebensicher galt.

 

 

Erdbebengefährdung Österreichs  (Quelle: www.zamg.ac.at)

Die Bereiche Österreichs, die regelmäßig von Erdbeben betroffen sind, können schon an Hand der Epizentrenverteilung der gefühlten Erdbeben (Intensität ≥ 3°) erkannt werden. In dieser Abbildung sind alle Erdbeben auf österreichischem Staatsgebiet dargestellt, die in Österreich zwischen 1900 und 2011 von der Bevölkerung wahrgenommen wurden. Dank des Messnetzes werden nämlich in Österreich viel mehr Erschütterungen – derzeit mehrere hundert pro Jahr – registriert und ausgewertet.


Zu den „seismotektonisch aktiven" Störungszonen zählen vor allem das Wiener Becken, die Mur-Mürztal-Störung – die zur Bildung des Wiener Beckens beiträgt – sowie die Inntal- und Lavanttal-Störung. Die Herdtiefe der meisten Erdbeben beträgt etwa 7–8 km. Erdbeben geringerer Herdtiefe (1–4 km) ereignen sich hauptsächlich im Raum Pregarten (OÖ).

 

 

Die Häufigkeit, mit  der Erdbeben bei uns mittlerweile immer öfter  auftreten, gibt nachstehende Aufstellung an:

2013 gab es nicht nur Berichte aus dem Raum der Ägäis-Länder, sondern auch von Erdbeben in Österreich! Sehr oft mit dem Epizentrum Nähe Ebreichsdorf, damit in der Nähe der Bundeshauptstadt Wien! Wenn man Meldungen der letzten Jahre verfolgt, dann wird die Wichtigkeit von bestens ausgebildeten Trümmersuchhunden in unserem Land nur unterstützt. (Quelle Wikipedia):

 

Am 11.07.2000 bebte um 04:40 h früh ein Erdbeben der Stärke 4,8 in NÖ (Epizentrum Raum Ebreichsdorf). Es kam zu Verputzrissen an vielen Häusern

 

Am 20.09.2013 gab es um ca. 04:00 h früh wieder ein Erdbeben der Stärke 4,3 in NÖ (Epizentrum Raum Ebreichsdorf), das bis Wien und St. Pölten zu spüren war. Ein Erdbeben dieser Stärke soll es bei uns nur alle 10 Jahre geben. Dass diese Prognose nicht stimmt zeigte sich noch im selben Jahr:

 

Am 02.10.2013 bebte die Erde neuerlich in Ebreichsdorf! Um 19:17 h kam es zu einem Erdbeben der Stärke 4,2. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 10 km.

 

Am 17.14.2014 gab es das bisher letzte gemeldete Erdbeben 16 km südlich von Mürzsteg (ST). Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 10 km und es hatte die Stärke 4,1.

Einsatzberichte

Erfahrungsbericht einer Hundeführerin

 

Die türkische Erde bebte nur kurz – die Folgen vergißt man wohl ein Leben nicht

Einsatzbericht einer Rettungshundeführerin

 

Dienstag, der 17.08.199, der Tag beginnt wie jeder Arbeitstag – automatisch wird das Radio im Büro eingeschaltet – wenn auch sonst die Meldungen eigentlich nur vorbeilaufen, höre ich diesmal – warum auch immer -  genauer zu: Meldungen über ein schweres Erdbeben in der Türkei! Es wird von derzeit 500 Toten gesprochen. Im Laufe des Vormittags steigen die Meldungen über die voraussichtlichen Toten auf 2.000 – 3.000 und da ich ehrenamtlich als Hundeführerin in einer Rettungshundeorganisation tätig bin, und mir hier die vorsichtigen Schätzungen bewußt sind, ist bereits klar, daß diese Angaben weit unter den tatsächlichen Zahlen liegen.

Einsätze in Wien

 

Katastrophensuchhunde werden in erster Linie dazu ausgebildet, um nach Großereignissen wie z.B. Erdbeben, Verschüttete zu suchen. Dass es aber nicht immer um Auslandseinsätze handeln muss, wurde bei zwei Einsätzen in Wien deutlich. Hier zeigte sich einmal mehr, wie wichtig dieser Ausbildungszweig ist. Die hervorragend ausgebildeten Hunde und Hundeführer unseres Mitglieds, der Rettungshundestaffel des Wr. Landesfeuerwehrverbandes, haben dabei professionelle Arbeit geleistet:

 

Am 03.09.2011 kam es am Gelände des Nordbahnhofs in Wien zu einem Gebäudeeinsturz. Um sicher zu gehen, dass keine Personen unter den herabgestürzten Trümmerteilen lagen, wurde die Rettungshundestaffel alarmiert.

 

Am 26. 04. 2014 sind bei einem 3-stöckigen Wohnhaus in Wien 14 durch eine Explosion zwei Geschosse teilweise eingestürzt. Durch das unverantwortliche Handeln eines Bewohners wurden Menschen in Gefahr gebracht. Wie schwierig sich die Suche gestaltet hat.

 

Und am 17.10.2014 wurde die Rettungshundestaffel der Feuerwehr in Folge eines Teileinsturzes auf dem Firmengelände der Firma Manner in Wien Hernals um 17:34 Uhr alarmiert. Nach Rücksprache mit der Firmenleitung waren keine vermissten Mitarbeiter bekannt. Die Schadensstelle wurde trotzdem zur Sicherheit mit vier Rettungshunden abgesucht. Nachdem die Hunde keine Person angezeigt haben, wurde der Einsatz für die Rettungshunde um 19:30 Uhr abgebrochen.

Dass Einsätze dieser Art gefährlich werden können, zeigt sich immer wieder: einer der eingesetzten Hunde verletzte sich durch Schnittwunden und musste tierärztlich behandelt werden! Da alle unsere Hundestaffeln ehrenamtlich arbeiten, muss die Tierarztrechnung durch den Hundeführer beglichen werden! Nur durch Spenden von unterstützenden Mitgliedern, Gönnern und Sponsoren ist es der K-9 - PRO-A mögich, die Hundeführer mit den von ihnen erhaltenen Geldern zu unterstützen!

 

Einfach verloren gegangen

 

Immer wieder verlieren Wanderer die Orientierung oder verlaufen sich Schwammerlsucher in einem Gelände, von dem sie glauben, jeden Winkel zu kennen. Sehr oft sind es auch alte und / oder demente Personen und manchmal leider auch Kinder, die einfach „verloren gehen“. 

 

Hier kommen dann jene unserer Mitglieder zum Einsatz, die sich auf die Personensuche spezialisiert haben – sei es in einer großen vorgegebenen Fläche oder auf einer nur vom Hund aufzunehmenden Spur. Leider ist es auch bei solchen Einsätzen so, dass sie nicht immer von Erfolg gekrönt sind, dass die Rettungsteams keinen Sucherfolg haben, oder dass der / die Vermisste zwar gefunden wird, aber leider nicht mehr am Leben ist.

Die Tiroler Bergwacht war in ihrer Zeit der Mitgliedschaft im RHVÖ mehrfach im Einsatz. Im Juli 2011 kam es zu zwei Einsätzen in den Tiroler Bergen. Hier finden Sie die Berichte davon:  Halltal und  Weerberg.

 

Auch im Raum Wien kommt es immer wieder vor, dass die Rettungshunde zum Einsatz kommen. Hier geht es zumeist um Personen, die in Spitälern oder Altersheimen vermisst werden. Zumeist sind es unsere „Johanniter“-Rettungshunde, die hier zum Einsatz kommen. Sind sie nicht zur Stelle, dann werden Teams aus den umliegenden Bundesländern zugezogen. Hier ein Bericht über einen abgängigen Patienten aus deinem Krankenhaus in Wien 13, wo es zwar zur Einsatzbereitschaft kam, der Vermisste aber Gott sei Dank bereits vorher aufgrund von Hinweisen aufmerksamer Passanten gefunden wurde.

Am 11.06.2012 erreichte uns ein Bericht des Rettungshundeausbildungszentrums des ÖRV in Vorarlberg. Bei einem Einsatz war ihr „Mantrailer“-Team zwar wertvolle Unterstützung bei der Suche, leider zeigt dieser Einsatz, dass nicht alle Einsätze positiv enden können.

 

Am 10. und 11. 09.2012 fieberte wohl ganz Österreich bei der Suchaktion in Kärnten nach der kleinen Franca mit. Es war eine der größten Suchaktion, die es je im Bezirk Villach Land gegeben hat, bei der ca. 300 Helfer im Einsatz gewesen sind. Und mit dabei waren natürlich auch Rettungshunde von Mitgliedsorganisationen der „K-9 – PRO-A“. Die Nachricht „Franca ist wieder zu Hause“ bewegte wohl ganz Österreich.

 

 

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